Die Willkommensregion stellt sich vor

16.08.2019

Oberlangen. Die Willkommensregion Nördliches Emstal, zu der die Städte Haren (Ems) und Papenburg, die Gemeinde Rhede (Ems) und die Samtgemeinden Dörpen und Lathen gehören, hat sich auf der Kirmes in Oberlangen vorgestellt. Mit gemeinsamen Entwicklungsprozessen, einer Haltungsänderung und entschlossenem Handeln sollen neue Wege beschritten werden, um gesellschaftliche Veränderungsprozesse anzustoßen und zu gestalten. Mit den „neuen Nachbarn“ zusammenleben und die Region nachhaltig zu stärken, mit allen, die kommen und bleiben wollen und man spreche bevorzugt Familien aus allen Regionen an, sei das große Ziel, so Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber. Hierzu beteiligen sich die Gemeinden des nördlichen Emstals an dem vom Land Niedersachsen geförderten Ländlichen Veränderungsprozess (LVP).

Die Vertreter der Samtgemeinde Lathen in der Steuerungsgruppe „Ländliche Veränderungsprozesse“ präsentierten den Kirmesbesuchern in Oberlangen den Verfahrensstand und warben um Mitwirkung in den einzelnen Bereichen und Unterprogrammen. Anhand von sechs Fragekarten sind Ideen und Wünsche der Einheimischen und Zugewanderten für ein gutes Zusammenleben abgefragt worden. Diese Fragekarten wurden in sieben Sprachen übersetzt. Außergewöhnliche Sitzmöbel luden immer wieder zum Verweilen und zum Dialog ein. Ein Glücksrad mit fair gehandelten und regionalen Produkten, so zum Beispiel von den Papenburger Gärtnern gesponserten Gartenkräutern, als Gewinnen und insbesondere die von Flüchtlingen, die in der Samtgemeinde Lathen leben, zubereiteten und angebotenen Spezialitäten aus deren Herkunftsländern unterstützten die Aktionen. Die Menschen sollen sich in unseren Orten wohlfühlen, unsere Gesellschaft bereichern, ihr und unser Leben mitgestalten und sich einbringen können, denn dann wird die Region nicht nur stark bleiben, sondern auch in Zukunft erfolgreich sein, so wünschen es die Allgemeine Vertreterin der Samtgemeinde Lathen, Daniela Köttker, und die Bürgermeister Hermann Albers, Niederlangen, Georg Raming-Freesen, Oberlangen und Heinz-Hermann Hoppe, Sustrum. Wer Lust und Interesse hat, sich mit Engagement in den Prozess einzubringen und eigene Ideen umzusetzen melde sich bei der Samtgemeinde Lathen, Daniela Köttker, Tel. 0 59 33 / 66 41.

Neben dem Projekt des ländlichen Veränderungsprozesses ist in der vergangenen Woche das erste ANNET Büro im nördlichen Emstal vorgestellt worden. Das Agile Netzwerk Nördliches Emstal, kurz ANNET, soll Menschen sowohl über einen angebotenen Raum als auch über das Internet die Möglichkeit zur Vernetzung und zum Austausch bieten. Analog oder digital alles ist denkbar. Auch dieses Projekt, das eine Laufzeit bis Ende 2021 hat, wird vom Amt für regionale Landesentwicklung mit Mitteln des Landwirtschaftsministeriums gefördert.

Fotos: Andrea Schmees
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