Warum eignet sich die Region „Nördliches Emstal“ für ein LVP-Modellvorhaben?

Das Nördliche Emstal eignet sich aus Sicht der Steuerungsgruppe, in der auch das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vertreten ist, besonders dafür, hier einen Prototypen für einen LVP zu entwickeln, weil die Akteure*innen sich neben entsprechenden Herausforderungen, die viele ländliche Räume betreffen, auch auf intensive Erfahrungen im Bereich Integration beziehen können.

Besondere Herausforderungen und Chancen der Region für einen LVP leiten sich ab aus
  • dem Demografischer Wandel
    Die Region hat wie viele ländliche Regionen mit einer zunehmenden Alterung der Gesellschaft und einem Rückgang junger Menschen zu kämpfen, womit Infrastruktur und Einnahmekraft durch Bevölkerungsrückgang verbunden sind.
  • der wirtschaftliche Struktur kleiner und mittlerer Unternehmen
    Die wirtschaftliche Struktur, die vermehrt aus kleinen und mittleren Unternehmen besteht, hat es im Wettkampf um Auszubildende und Arbeitnehmer*innen gegenüber Großunternehmen nicht leicht und steht bezogen auf die Anwerbung von Fachkräften mittlerweile in einem bundesweiten Wettbewerb.
  • den positiven Vorerfahrungen im Bereich Integration
    Die Region kann auf positive Vorerfahrungen mit der Integration von Spätaussiedlern*innen zurückgreifen. Ohne dieses zusätzliche Arbeitskräftepotential wäre die positive Entwicklung der Region, insbesondere seit der Jahrtausendwende, nicht denkbar gewesen.
  • den guten Kooperationserfahrungen der beteiligten Kommunen
    Als ehemalige Mitglieder einer LEADER Region verfügen alle beteiligten Gemeinden über hervorragende Erfahrungen in der Umsetzung von Projekten und im Umgang mit Förderinstrumenten sowie einer guten, noch bestehenden Netzwerkarbeit.
  • einer recht gute Haushaltslage der Kommunen
    Aktuell ist die Haushaltlage der Kommunen noch recht gut, was ihnen die Möglichkeit gibt, ergänzende Maßnahmen zu finanzieren. So wurden bereits in mehreren Kommunen hauptamtliche Betreuer*innen für Geflüchtete eingestellt oder Beschäftigungsangebote geschaffen.
Mit dem ländlichen Veränderungsprozess sollen in der Region Impulse und konzeptionelle Ideen ausgelöst sowie erste Projekte entwickelt und in die Umsetzung gebracht werden, die die Region langfristig stärken.